Das erste Kennenlernen kann bereits ab dem 5. Geburtstag erfolgen — dabei legen wir besonderen Wert auf die richtige Ansprache unserer kleinen Patient:innen.
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Fehlentwicklungen, die zu einer Wachstumsbeeinträchtigung führen können — zum Beispiel ein Kreuzbiss —, erfordern häufig eine frühzeitige Behandlung mit herausnehmbaren Spangen. Ziel ist es, eine skelettale Manifestation zu verhindern, indem die Kieferentwicklung positiv gesteuert und eine gesunde Entwicklung gefördert wird.
Oft kann dadurch eine spätere kieferorthopädische Behandlung vereinfacht oder sogar vermieden werden. Zusätzlich überwachen wir den weiteren Zahnwechsel kontinuierlich.
Die aktuelle S2k-Leitlinie zur kieferorthopädischen Diagnostik versteht unter einer Frühbehandlung eine zeitlich begrenzte Behandlung im Milch- oder frühen Wechselgebiss, in der Regel vor dem 10. Lebensjahr — nicht den möglichst frühen Beginn einer Zahnspange.
Deshalb gilt: früh erkennen, aber nicht unnötig früh behandeln. Bei vielen Fehlstellungen ist es besser, den Zahnwechsel zunächst zu beobachten; manchmal genügt es auch, eine ungünstige Angewohnheit abzustellen. Und selbst nach einer Frühbehandlung kann im späteren Wechselgebiss noch eine reguläre Zahnspange nötig sein — das besprechen wir offen mit Ihnen.
Sie müssen keine Diagnose stellen — dafür sind wir da. Ein Kreuzbiss zum Beispiel, bei dem die oberen Seitenzähne beim Zubeißen innen statt außen an den unteren vorbeibeißen, ist für Eltern nicht immer leicht zu erkennen; bleibt er unbehandelt, kann sich der Unterkiefer zur Seite verschieben. Bei diesen Anzeichen lohnt sich deshalb eine Untersuchung:
Auch Gewohnheiten wie langes Daumenlutschen (mehr dazu bei Habits & Dyskinesien) oder ein vorzeitiger Milchzahnverlust beziehen wir in die Beurteilung mit ein.
Die Fragen rund um die Frühbehandlung, die in der Beratung am häufigsten kommen — kurz beantwortet.
Alle Fragen und Antworten →Ein festes Alter gibt es nicht. Eine Frühbehandlung kann schon im Milchgebiss oder frühen Wechselgebiss sinnvoll sein, während die reguläre Behandlung bei vielen Kindern erst später während des Zahnwechsels beginnt. Entscheidend sind die Fehlstellung und die individuelle Entwicklung Ihres Kindes — das schätzen wir bei der Erstberatung gemeinsam ein.
Ein ausgeprägter Kreuzbiss sollte früh kieferorthopädisch beurteilt werden. Besonders wenn sich der Unterkiefer beim Zubeißen zur Seite verschiebt, kann eine frühe Behandlung sinnvoll sein, um eine ungünstige Kieferentwicklung zu vermeiden. Ob und wann behandelt wird, entscheiden wir nach der Untersuchung.
Nicht automatisch. Eine Behandlung kann bereits vor dem vollständigen Zahnwechsel sinnvoll sein, wenn eine bestimmte Fehlstellung früh korrigiert werden sollte. In vielen Fällen ist es aber besser, die Entwicklung zunächst zu beobachten — ein einzelner schiefer Milchzahn ist noch kein Grund für eine Spange.
Manchmal ja, garantiert ist das aber nicht. Eine Frühbehandlung kann die Entwicklung einer Fehlstellung günstig beeinflussen und eine spätere Behandlung vereinfachen. Besteht im späteren Wechselgebiss weiterhin Behandlungsbedarf, kann anschließend trotzdem eine reguläre Zahnspange nötig sein.
Eine Untersuchung ist auch ohne Schmerzen sinnvoll — Fehlstellungen tun in der Regel nicht weh. Fallen am Biss, an der Kieferstellung oder beim Zahnwechsel Auffälligkeiten auf, hilft eine frühe Einschätzung, den richtigen Zeitpunkt für eine mögliche Behandlung zu finden.
Schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Mundatmung frühzeitig erkennen und abtrainieren.
Mehr erfahren →Vorzeitiger MilchzahnverlustWarum ein Lückenhalter wichtig ist, wenn ein Milchzahn zu früh verloren geht.
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